Herausforderungen

Die Idee zum „Makerspace Woodwork“ entstand im Juli 2018, wo viele Schulleiter über kaputte oder fehlende Schulbänke klagten. Im Gespräch mit den Headmastern zeigte sich, dass es wenig Sinn ergab, Schulen mit Schulbänken zu „beliefern“. Diese halten ca. drei Jahre und müssen ersetzt werden. Folglich ist das ein im Voraus planbarer Bedarf. Außerdem könnte durch die Herstellung der Schulbänke aus eigener Hand zum Einen Geld gespart werden, zum Anderen langfristig sogar eine Einnahmequelle für die Schulen geschaffen werden.

So war für uns klar, dass zwei Bedingungen geschaffen werden müssen, damit Hilfe zur Selbsthilfe greift:
Langfristig soll jede Schule befähigt werden, ihre eigenen Schulbänke zu bauen und zu reparieren und mit den erlernten Fähigkeiten, soll unternehmerisches Handeln gefördert werden.

Aufbau der Makerspaces

Die Idee des Makerspace bietet dafür den Boden. Ein Makerspace-Schuppen in Kangemi wird auf dem
Gelände der Kangemi Youth School gebaut, da diese Schule ein eigenes Schulgrundstück besitzt und damit der Verbleib des Schuppen mit seinen Materialien gesichert ist. Alle CIFEFA Schulen haben jedoch die Möglichkeit, vor Ort zu schreinern. In die fachgerechte Nutzung von Werkzeug und Material (Holz) gab ein Schreiner in einem einwöchigen Training eine Einführung. An diesem Training nahmen vorerst das Skylife Centre und die Kangemi
Youth School mit ausgewählten Schülern und Lehrern teil.

Ausblick

Perspektivisch, so sicherten die beiden Schulleiter mir zu, soll das Fach Werken im Stundenplan eingeführt werden, auch wenn es in Kenia nicht prüfungsrelevant sei. Sie sehen aber auch die Notwendigkeit, den Schülern Fähigkeiten mitzugeben, die sie auf ein praktisches handwerkliches Leben vorbereiten, denn nur ein geringer Bruchteil der Schüler studiert im Anschluss. Vielmehr sei es wichtig auch unternehmerische Kräfte zu entwickeln.

Das Holz spendet die Nyendo-Gruppe der LouiseRothschild Schule, Frankfurt am Main. Im April kommt Eddy Bart, ein Amerikaner, der große Erfahrungen
mit dem Aufbau von Makerspaces hat und diese als Unternehmen führt, hierher. Dieser greift dann den gelegten Samen auf und gibt Impulse, wie aus der
„Schreinerei“, die bislang nur Schulbänke baute, ein Unternehmen werden kann.