Blick auf Bildung, Lebensbedingungen und globale Ungleichheiten

Ich bin Simon Unkauf und war mehrere Jahre Mitglied der Schülerfirma „Upendo Tamu“. Seit 2022 habe ich mich regelmäßig in der Organisation engagiert, die Schulen in den Slums von Nairobi unterstützt. In der 11. Klasse durfte ich außerdem für ein Jahr die Rolle des Geschäftsführers übernehmen – und damit auch mehr Verantwortung tragen.

Bei unseren wöchentlichen Treffen planten wir gemeinsam Projekte, tauschten Ideen aus und setzten diese Schritt für Schritt um. Dabei lernten wir nicht nur Verantwortung zu übernehmen, sondern auch, wie wichtig gute Zusammenarbeit im Team ist.

Um Geld für unsere Projekte zu sammeln, organisierten wir Verkaufsaktionen bei Schulveranstaltungen und Basaren. Außerdem führten wir Spendenaktionen durch und bemühten uns um neue Sponsoren.

Ein besonderes Highlight war für mich die jährliche dreitägige Klausurtagung auf der Fraueninsel. Dort konnten wir unsere Arbeit reflektieren und uns in Online-Konferenzen mit anderen Schulen austauschen. Besonders spannend war dabei der direkte Kontakt zu unseren Partnerschulen in Kenia. Durch Videokonferenzen konnten wir nicht nur Ideen teilen, sondern auch persönliche Verbindungen aufbauen.

Der Höhepunkt meiner Zeit in der Schülerfirma war schließlich die dreiwöchige Reise nach Kenia im Mai/Juni 2025 im Rahmen eines Sozialpraktikums. Vor Ort konnte ich den Alltag der Schülerinnen und Schüler hautnah erleben. Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Bildung, Lebensbedingungen und globale Ungleichheiten nachhaltig verändert.

Rückblickend hat mich die Arbeit in der Schülerfirma persönlich sehr geprägt. Ich habe gelernt, selbstständiger zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und offen auf neue Menschen und Kulturen zuzugehen. Die Zeit bei „Upendo Tamu“ war für mich eine große Bereicherung – eine Erfahrung, die mich sicher noch lange begleiten wird.