Gründungsmitglied der Schülerfirma in Prien, Coach, Mutter

Nyendo verbindet die Kontinente, seit wir an der Freien Waldorfschule Ismaning 2004 mit der ersten Nyendo-Schülerfirma begannen. Diese Reisen werden bis heute fortgesetzt. Was als Vision begann, ist zu einem lebendigen Netzwerk aus Schülerfirmen, Partnerschaften und persönlichen Begegnungen herangewachsen.

Eine Frau, die nyendo bereits seit 2012 begleitet hat – als Beobachterin, Mutter und Coach –, blickt auf diesen Weg zurück. Wir haben mit ihr ein langes Gespräch geführt, um zu erfahren, wie sie die Mitarbeit bei nyendo empfunden hat. Im Folgenden bringen wir eine Zusammenfassung der ausführlichen Unterhaltung.

Annette und die Nyendo-Vision

Annette ist seit den Anfängen eng mit nyendo verbunden – zunächst als Mutter eines Schülers, später als aktive Begleiterin und schließlich als Coach in Prien. Von Beginn an hat sie die Vision von nyendo begeistert: der enge Kontakt zu den Schulleitern im Slum von Nairobi und die Möglichkeit für Jugendliche hier, durch echte Begegnungen Selbstwirksamkeit zu erfahren. Über die Jahre erlebte sie, wie tragfähig diese Idee ist – für die Schulen in Kenia ebenso wie für die Schüler:innen in Deutschland. Besonders die Reisen nach Nairobi empfindet sie als tiefe Lebenserfahrung, die junge Menschen reifen lässt und ihren Blick auf die Welt nachhaltig verändert.

Annette als Mutter eines Nyendo-Jugendlichen

Auch persönlich war nyendo für ihre Familie prägend. Ihr Sohn Johannes war mit großer Selbstverständlichkeit Teil der Schülerfirma. Die Kenia-Reise 2016 erlebte Annette als Mutter mit gemischten Gefühlen – Sorge und Vertrauen zugleich. Umso bewegender war es zu sehen, wie die Jugendlichen gestärkt, verbunden und mit leuchtenden Augen zurückkehrten. Diese Erfahrung von Gemeinschaft und weltweiter Verbundenheit beschreibt sie als eines der größten Geschenke.

Annette als Schülerfirmen-Coach

In ihrer Rolle als Coach war es Annette wichtig, verlässliche Beziehungen aufzubauen, offen für Ideen zu bleiben und nyendo an der Schule sichtbar zu machen. Sie erlebte die Jugendlichen als zunehmend verantwortungsbewusst, mutig und unternehmerisch denkend. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass nyendo weiterhin ein Raum bleibt, in dem junge Menschen Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft erfahren und ihre Gestaltungskraft entdecken dürfen.

Wir danken Annette vielmals für ihre Offenheit, ihr Engagement und ihr Herzblut. Ohne Menschen wie sie wäre nyendo nicht das, was es heute ist.